Digitale Souveränität
Strategische Beratung für Kommunen und Behörden auf dem Weg zu technologischer Unabhängigkeit — von der Abhängigkeitsanalyse bis zur Open-Source-Migrationsstrategie.
Technologische Unabhängigkeit für die öffentliche Verwaltung
Digitale Souveränität bedeutet, die Kontrolle über die eigene IT-Infrastruktur, die eigenen Daten und die eingesetzten Technologien zu behalten — unabhängig von einzelnen Anbietern, deren Geschäftsentscheidungen oder geopolitischen Entwicklungen.
Für die öffentliche Verwaltung ist dies keine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit. Die Abhängigkeit von wenigen großen IT-Konzernen schafft Risiken: unkontrollierbare Kostensteigerungen, Datenschutzprobleme, fehlende Interoperabilität und eingeschränkte Handlungsfähigkeit.
Mein Beratungsansatz
- Abhängigkeitsanalyse — Systematische Erfassung aller IT-Systeme und Bewertung der Abhängigkeitsgrade (Anbieter, Datenformate, Schnittstellen, Vertragsstrukturen)
- Souveränitätsstrategie — Entwicklung einer realistischen Roadmap zur schrittweisen Reduktion kritischer Abhängigkeiten
- Open-Source-Bewertung — Fachliche Evaluation von Open-Source-Alternativen hinsichtlich Funktionalität, Reife, Community und Supportverfügbarkeit
- Migrations-Begleitung — Planung und Begleitung der Migration zu offenen Lösungen: Office, Kollaboration, E-Mail, Betriebssysteme
- Souveräne Cloud-Strategie — Bewertung souveräner Cloud-Angebote (GAIA-X, SCS, dPhoenixCloud, IONOS) und Entwicklung einer Cloud-Strategie
- Schulung & Change Management — Begleitung des Transformationsprozesses: Mitarbeitende mitnehmen, Widerstände abbauen
- Vergabeberatung — Wie Sie Open-Source-Software vergaberechtskonform beschaffen (Dienstleistungen, Support, Customizing)
Handlungsfelder der Digitalen Souveränität
Die folgenden Bereiche sind für die meisten öffentlichen Verwaltungen besonders relevant:
- Office & Kollaboration — LibreOffice, Nextcloud, ONLYOFFICE und Euro-Office als Alternativen zu Microsoft 365
- E-Mail & Kalender — Open-Xchange, SOGo, Zimbra statt Exchange Online
- Identitätsmanagement — Keycloak, Univention als Alternative zu Entra ID (Azure AD)
- Betriebssysteme — Linux-Distributionen für Verwaltungsarbeitsplätze
- Künstliche Intelligenz — Lokale LLMs statt Cloud-KI
- Cloud-Infrastruktur — Souveräne Cloud-Anbieter mit Rechenzentren in Deutschland
Warum Digitale Souveränität jetzt wichtig ist
Euro-Office: Eine europäische Alternative wächst heran
Als Fachplaner, der Kommunen bei der strategischen IT-Planung begleitet, verfolge ich Entwicklungen wie Euro-Office mit echtem Interesse — und persönlichem Einsatz. Die Lösung basiert auf einer Abspaltung von OnlyOffice, wurde auf Sicherheitsprobleme geprüft und steht unter der AGPLv3-Lizenz — damit frei nutzbar und ohne Vendor-Lock-in.
Euro-Office befindet sich noch in der Entwicklungsphase (Stand: März 2026), wird jedoch bereits von namhaften europäischen Akteuren unterstützt: IONOS, Nextcloud, XWiki, OpenProject, Proton, Soverin, Abilian und bTactic. Ziel ist es, künftig die Collabora-Komponente in Nextcloud und im IONOS Nextcloud Workspace zu ersetzen.
Für Kommunen, die ihre Abhängigkeit von Microsoft Office schrittweise reduzieren möchten, ist Euro-Office ein Projekt, das ich aktiv verfolge und das ich meinen Auftraggebern empfehle, sobald der Produktivbetrieb möglich ist. Meine Überzeugung: Wer heute die Weichen stellt, ist morgen handlungsfähig — ohne Überraschungen bei Lizenzkosten oder geopolitischen Risiken.
„Ich halte Sie zu Entwicklungen wie Euro-Office auf dem Laufenden — sprechen Sie mich an, wenn Sie Ihre Open-Source-Strategie jetzt angehen möchten."
Thomas Svilar, Fachplaner & IT-Berater für öffentliche Auftraggeber
Fragen zur Digitalen Souveränität
Nein. Digitale Souveränität ist kein Alles-oder-nichts-Ansatz. Es geht darum, kritische Abhängigkeiten zu identifizieren und schrittweise zu reduzieren. In vielen Bereichen ist eine Koexistenz sinnvoll — beispielsweise Open-Source-Bürosoftware neben Microsoft-Speziallösungen. Entscheidend ist die strategische Handlungsfähigkeit.
Eine realistische Migration erfolgt schrittweise über 12–24 Monate. Ich empfehle einen phasenweisen Ansatz: Pilotgruppe → Evaluation → schrittweiser Rollout. So sammeln Sie Erfahrungen, bevor Sie die gesamte Organisation umstellen.
Open-Source-Software selbst ist kostenlos verfügbar. Vergabepflichtig sind die damit verbundenen Dienstleistungen: Customizing, Integration, Schulung, Support und Wartung. Diese werden als Dienstleistungsauftrag ausgeschrieben. Ich berate Sie zur optimalen Vergabestrategie und erstelle die Leistungsbeschreibung.
Ja — Euro-Office ist eine vielversprechende Entwicklung. Es basiert auf OnlyOffice-Code, wurde auf Sicherheitsprobleme geprüft, steht unter der AGPLv3-Lizenz und wird von IONOS, Nextcloud, XWiki, OpenProject und weiteren europäischen Organisationen unterstützt. Stand März 2026 befindet es sich noch in der Entwicklungsphase, soll aber mittelfristig die Collabora-Komponente in Nextcloud ersetzen. Als Fachplaner begleite ich diese Entwicklung aktiv und empfehle Kommunen, den Übergang frühzeitig zu planen.
Digitale Souveränität beginnt mit dem ersten Schritt
Lassen Sie mich gemeinsam mit Ihnen Ihre Abhängigkeiten analysieren und eine realistische Strategie entwickeln.
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