Die Abhängigkeit öffentlicher Verwaltungen von US-amerikanischer Software ist seit Jahren ein strategisches Risiko. Microsoft 365, Google Workspace und ähnliche Produkte verarbeiten Daten auf Servern außerhalb der EU — ein Problem für den Datenschutz und für die digitale Souveränität. Euro-Office ist eine europäische Antwort darauf: eine vollständige Bürosoftware-Suite, die speziell für die Anforderungen von Behörden, Kommunen und öffentlichen Institutionen entwickelt wurde.
Was ist Euro-Office?
Euro-Office ist eine professionelle Office-Suite auf Open-Source-Basis, die von europäischen Unternehmen entwickelt, gewartet und gehostet wird. Sie umfasst alle klassischen Büroarbeitsprogramme — Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, E-Mail und Kalender — und kann vollständig auf eigenen oder europäischen Servern betrieben werden. Damit entfällt die Abhängigkeit von US-amerikanischen Cloud-Diensten und deren Rechtsrahmenbedingungen (insbesondere dem US CLOUD Act).
Warum ist das für öffentliche Auftraggeber relevant?
Öffentliche Stellen verarbeiten täglich sensible Daten: Bürgerinformationen, Personalakten, Beschlüsse, Vergabeunterlagen. Für diese Daten gelten strenge Anforderungen nach der DSGVO und dem jeweiligen Landesdatenschutzgesetz. Der Einsatz von US-Software in der öffentlichen Verwaltung steht seit dem Schrems-II-Urteil des EuGH unter erhöhter Beobachtung — Datenschutzbehörden in mehreren Bundesländern haben bereits vor dem Einsatz von Microsoft 365 in Schulen gewarnt.
Darüber hinaus ist die Vergabe von Softwarelizenzen an Microsoft ein wirtschaftspolitisches Problem: Lock-in-Effekte machen einen späteren Wechsel teuer und aufwändig. Alternativen müssen bereits bei der Beschaffung mitgedacht werden.
Vorteile von Euro-Office im Überblick
- Datenschutzkonform: Kein Transfer personenbezogener Daten in Drittstaaten außerhalb der EU
- Digitale Souveränität: Vollständige Kontrolle über Daten, Infrastruktur und Software
- Vergaberechtskonform: Open-Source-Basis ermöglicht produktneutrale Ausschreibung
- Interoperabel: Kompatibel mit Microsoft-Formaten (DOCX, XLSX, PPTX)
- Kosteneffizienz: Keine pro-Nutzer-Lizenzgebühren an US-Anbieter
- Wartung in Europa: Support und Weiterentwicklung durch europäische Partner
Wie läuft eine Umstellung ab?
Die Migration von Microsoft zu Euro-Office ist ein Projekt, das sorgfältige Planung erfordert. Typische Schritte sind:
- Bestandsaufnahme der genutzten Software und Abhängigkeiten (Makros, Schnittstellen, spezifische Dateiformate)
- Pilotbetrieb mit einer ausgewählten Abteilung oder einem Sachgebiet
- Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Stufenweise Migration — nicht alles auf einmal umstellen
- Vergabekonforme Beschaffung von Supportleistungen und Schulungen
Ich begleite öffentliche Auftraggeber bei diesem Prozess: von der ersten Analyse bis zur vergaberechtskonformen Ausschreibung der Migrationsprojekte. Die Erfahrung zeigt: Wer Euro-Office strategisch einführt, reduziert nicht nur Kosten, sondern gewinnt auch an Handlungsfreiheit — für künftige Entscheidungen und für den Datenschutz.
Fazit
Euro-Office ist mehr als ein technisches Produkt — es ist ein Beitrag zur digitalen Souveränität öffentlicher Verwaltungen. Für Kommunen, Schulträger und Behörden, die ihre Abhängigkeit von US-amerikanischen Softwareanbietern reduzieren möchten, ist Euro-Office eine seriöse, datenschutzkonforme und vergaberechtlich handhabbare Alternative. Sprechen Sie mich an, wenn Sie mehr erfahren möchten.